Weidmannsheil Haus Habsburg

Seit Jahren wird in Österreich die Diskussion, um nicht zu sagen der Streit, über die ethischen Grundsätze der Jagd geführt. Da wird die Hege und Pflege auf der einen Seite hervorgehoben, während die Jagd um der Trophäen willen und das Sammeln dieser, dem gegenüber steht. Die Einschätzungen der beiden Positionen sind unterschiedlich. Man kann sich aber des Gefühls nicht erwehren, dass Heuchelei bei der Untermauerung und bei der Argumentation der Standpunkte, eine nicht unbedeutende Rolle spielt.

Ich möchte als Historiker diese Problematik einmal beleuchten und an Beispielen der Jagdgewohnheiten des Hochadels und des allerhöchsten Kaiserhauses aufzeigen, wie die Trophäenjäger einmal die Oberhand im Weidwerk hatten und von Hege und Pflege nur wenig zu spüren war. Details, die längst vergessen sind, werden hervorgeholt und sollen das Bild abrunden.

Es werden in der Folge die Jagdgewohnheiten der drei letzten bedeutenden Habsburger dargestellt, nämlich

Erzherzog Thronfolger Franz Ferdinand, ermordet in Sarajevo (1863 – 1914)
Kaiser Franz Josef (1830 – 1916)
Kaiser Karl, der letzte österreichische Kaiser (1887 – 1922)

Franz Ferdinand

Franz Ferdinand hat in seinem Leben etwa 280.000 Tiere erlegt. Die Zahl schwankt in der Literatur zwischen 270 und 290 Tausend. Das lässt sofort erste Zweifel an der Richtigkeit aufkommen. Bei näherer Befassung mit dem Thema drängt sich der Verdacht auf, dass die Autoren, die über Franz Ferdinand geschrieben haben, die Zahl der jagdlich erlegten Tiere einfach ohne nachzudenken von einander abgeschrieben haben.

Eine Nachrechnung lässt sich leicht durchführen:
Nimmt man an, dass er im Alter von 18 Jahren mit dem Weidwerk begonnen hat und dass er 200 Tage im Jahr jagdlich unterwegs war, so ergibt eine einfache Rechnung:

280.000Stk./33 Lebensjahre/200 Tage = im Durchschnitt 42 erlegte Tiere pro Jagdtag.

Es drängt sich sofort die Frage auf, welche Reviere eine solche „Ausrottung“ ausgehalten haben.

Ein Jäger in unserer Zeit steht fassungslos vor dieser Zahl. Nicht einmal bei einer gut besetzten herbstlichen Treibjagd auf Niederwild, kann ein guter Schütze auch nur annähernd einen solchen Jagderfolg erzielen.

Ehe diese „Jagderfolge“ näher untersucht werden, seien noch einige jagdliche Kuriositäten aus dem Leben Franz Ferdinands wiedergegeben.

In den Jahren 1892 bis1893 unternimmt Franz Ferdinand eine Reise um die Welt. Auf dem Marinekreuzer „Kaiserin Elisabeth“ fährt er von Triest durch das Mittelmeer, den Suezkanal, kreuzt den Indischen Ozean und geht in Bombay an Land. Der indische Subkontinent wird auf dem Landweg durchquert und bei Calcutta wird wieder das Schiff bestiegen. Die Reise führt weiter durch die Inselwelt Indonesiens nach Australien und Japan. Dort verlässt der Erzherzog die „Kaiserin Elisabeth“, überquert den Pazifik mit einem Liniendampfer und betritt in San Francisco den amerikanischen Kontinent, der wiederum auf dem Landweg durchquert wird. Von New York geht es schließlich auf dem kürzesten Weg zurück nach Wien. Franz Ferdinand führt auf dieser Reise ein Tagebuch, das 1895 erscheint. Es umfasst 1140 Seiten und schildert detailreich alle Vorkommnisse der Reise.

Die Jagd nimmt einen breiten Raum darin ein.

Bereits auf Sri Lanka kann sich Franz Ferdinand einen Lebenstraum erfüllen. Er erlegt im Dschungel von Kalawewa seinen ersten Elefanten.

Franz Ferdinand mit erlegtem Elefanten

Die etwa 100 cm lange Brunftrute wurde für das Foto mit Zweigen abgedeckt, um nicht vom Triumph des Erzherzogs abzulenken.

Als größte Jagd der Weltreise gilt eine dreiwöchige Expedition durch Nepal. Das Expeditionscorps besteht aus 1.223 Mann und 475 Jagd- und Transporttieren. Der Erzherzog und seine Begleiter erlegen 1.395 Tiere, darunter alleine sieben Tiger und fünf Panther.

Solch eine Tiger- oder Pantherjagd ging so vor sich, dass Einheimische am frühen Morgen einige Rinder auf einer Lichtung im Dschungel an Bäume anbanden und dann warteten, bis sich eine Raubkatze der Beute bemächtigte. Der Räuber wurde dann eingekreist und dem hohen Jagdgast vor den Lauf dirigiert. Franz Ferdinand schreibt in sein Tagebuch: Der heutige Tag mit seiner Beute von zwei Tigern im Verlaufe einer halben Stunde bildet die schönste jagdliche Erinnerung meines Lebens, und heißen Dank sage ich dem heiligen Hubertus für das Waidwerk. Mit einer Flasche Champagner wird der Jagderfolg gleich an Ort und Stelle gefeiert.

Franz Ferdinand mit erlegtem Tiger in Haiderabad

In der Umgebung von Haidarabad lernte Franz Ferdinand eine neue Art der Jagd kennen. Abgerichtete Geparden mit verbundenen Augen werden auf Ochsenkarren zum Jagdplatz geführt.

Jagdgesellschaft in Haiderabad

Dort wurde ein Rudel Antilopen gesichtet. „Im selben Momente zieht der Wärter dem Geparden die Binde von den Lichtern und löst ihn; in einem Riesensprunge setzt dieser vom Karren herab und verfolgt den Antilopenbock. Der Verfolgte, die Gefahr erkennend, eilt in voller Flucht dahin, doch vergebens; denn nach wenigen Sprüngen schon sitzt der Gepard auf dem Rücken des Bockes, reißt ihn nieder und beißt ihm in einem Augenblick das Genick durch, so dass wir heransprengend das Thier schon verendet fanden. Gierig leckt der Gepard den reichlichen Schweiß …….“

Ob solche „Jagderfolge“ dem Erzherzog zugerechnet wurden, ist nicht bekannt.

In der Nähe von Delhi stellt der Maharadscha einen Sonderzug für einen Jagdausflug zur Verfügung. Der Eisenbahn-Direktor ist mit an Bord. Bei der abendlichen Heimfahrt kommt der Zug an einem Teich vorbei und es wird reichliches Sumpfwild gesichtet. Der Zug wird angehalten und das Feuer in die Schwärme abstreichender Vögel eröffnet. Der Jagderfolg waren zahlreiche Störche, Pelikane und Enten. Bei der Weiterfahrt erlegte Franz Ferdinand von der Plattform seines Coupés aus noch zwei Riesenstörche. Der Lokomotivführer bemerkte dies und hielt den Zug an, so dass das Wild geborgen werden konnte. Kaum wieder in Bewegung gesetzt, wurde der Zug nach einigen hundert Meter wieder gebremst, da ein Rudel Nilgau-Stiere im dichten Dschungel äsend gesichtet wurde. Die Jagd wurde sofort eröffnet. Der Zug fuhr bald vor, bald zurück, je nach der Richtung, in der sich die Jagd zog, so dass das erlegte Wild sofort verladen werden konnte. Der Direktor der Eisenbahn ermöglichte diese Zugsbewegungen. Der fahrplanmäßige Bahnverkehr auf dieser Strecke war gestört.

Franz Ferdinand schrieb darüber launisch in sein Tagebuch: „Ich habe schon zu Fuße, zu Pferd, im Wagen und im Boote gepürscht, aber eine Pürsche mit einem Eisenbahnzug zum erstenmale mitgemacht, kann dieselbe nur als höchst gelungen bezeichnen und – jedermann bestens empfehlen“. Der Empfehlung konnten wahrscheinlich die Leser seines Tagebuchs, mangels Möglichkeit, nicht nachkommen.

Auch die Jagdart die der Erzherzog in Dschodpur kennenlernte, wird in der Heimat kaum Nachfolger gefunden haben: das Pigsticking. Franz Ferdinand übersetzt es, da nur männliche Tiere gejagt wurden, als Eberstechen. Die Jagd erfolgte zu Pferde. Jeder Teilnehmer war mit einer Lanze ausgerüstet und musste damit den Eber töten. Je älter und mächtiger ein Keiler war, umso böser und schärfer reagierte er. Blindlings gingen die Eber auf die Pferde los und so mancher Reiter verlor sein Ross. Auch gingen einige Speere zu Bruche, wenn die Lanze nicht genau getroffen hatte.

Die Jagdgesellschaft erlegte an zwei Jagdtagen 40 Eber.

Franz Ferdinand Eberjagd

Die Strecke nach dem 1. Tag

In seinem Tagebuch vermerkt der Erzherzog:„Das Ergebnis des heutigen Pigstickings befriedigte uns höchlich, so dass ich das Eberstechen in Dschodpur hier gerne als eine der fröhlichsten und aufregendsten Jagden verzeichne, die ich je erlebt habe“.

Bei Batavia, einer Stadt mit ca. 750.000 Einwohnern (dem heutigen Djakarta mit ca. 11 Mio) wurde Franz Ferdinand eine Jagd auf eine für ihn ausgefallene Tierart geboten: auf Krokodile.

Die richtigen Schüsse anzubringen, musste er erst lernen. Schüsse zwischen die Lichter waren nicht erfolgreich. Die Kugeln prallten an den Panzern ab, ohne eine merkbare Spur zu hinterlassen. Nur der Schuss direkt ins Auge war tödlich.

Franz Ferdinand gelang es, innerhalb kurzer Zeit acht Krokodile zur Strecke zu bringen, deren jedes über zwei Meter maß.

Wer nun glaubt, an dieser Stelle ein Urteil über den Jäger Franz Ferdinand fällen zu müssen, möge noch ein wenig innehalten: Der englische König Georg V jagte im Dezember 1911 ebenfalls in Nepal. Die Strecke der zehntägigen Jagd betrug 39 Tiger, 18 Rhinozerosse und 4 Bären, wobei der König selbst 21 Tiger, 8 Rhinozerosse und einen Bären erlegte. Mit solchen Strecken konnte Franz Ferdinand nicht aufwarten.

Jagdstrecke König Georg V

Die Strecke von König Georg V nach wenigen Stunden Jagd

Als Kuriosität dieser royalen Jagd ist noch festzuhalten, dass mangels natürlichem Vorhandensein im Jagdgebiet, die Bären in Käfigen von weit her antransportiert und freigesetzt wurden, um dann von der königlichen Gesellschaft „jagdlich“ erlegt zu werden.

Ermöglicht wurde so eine Jagd durch den Einsatz von 14.000 eingeborenen Helfern und 600 Elephanten, die von 2.000 Wärtern betreut wurden.

Soweit die jagdlichen Kuriositäten aus dem Leben Franz Ferdinands.

Um nun die Anzahl der erlegten Tiere näher zu untersuchen, müssen einige Fakten beleuchtet werden.

Aus den vollständig erhaltenen Schusslisten geht hervor, dass etwa die Hälfte der erlegten Tiere Fasane und ein Viertel Hasen waren.

Fasane wurden in eigenen Gehegen, sogenannten Fasanerien zu Tausenden gezüchtet und ähnlich den Haushühnern gehalten. Zum Jagdtag im Herbst wurden sie in die „Freiheit“ entlassen. Treiber lenkten die Schar direkt vor die Büchse des Erzherzogs. Der schoss mit der Bockflinte hinein. Bei solchen Jagden assistierten Franz Ferdinand meist drei Büchsenspanner, die ohne Unterbrechung dem hohen Herrn eine frisch geladene Waffe reichten.

Mit der Jagd auf Rebhühnern verhielt es sich ähnlich. Auch sie wurden in Gehegen groß gezogen und am Jagdtag freigelassen.

Viele dieser Jagden erfolgten auf Einladung hochadeliger Gutsbesitzer. Die hatten den Ehrgeiz, dem Thronfolger die größtmögliche Strecke zu bieten und scheuten keine Mühen, dieses Ziel zu erreichen. Schon im Hinblick auf die Zeit, wann der Thronfolger Kaiser werden würde, versuchten die Jagdherren den Erzherzog günstig für sich zu stimmen.

Ein weiteres Indiz für die großen Strecken war das jagdbare Wild an sich. Geschossen wurde auf alles, was sich in freier Wildbahn bewegte; auch auf Tiere, die heute bei uns streng geschont sind oder gar nicht zu den jagdbaren Tieren gezählt werden wie Fischotter, Störche, Reiher, Eichhörnchen, Igel etc. Besonders erwähnenswert sind die Möwen. Diese galten als üble Schädlinge, weil sie die Brutplätze und die Küken der Enten zerstörten bzw. auffraßen. In manchen Gegenden wurden sogar Prämien auf den Abschuß der Möwen bezahlt.

Um die Anzahl der erlegten Tiere nachvollziehen zu können, seien nun einige Schlaglichter auf einzelne Jagdperioden geworfen, wobei in der Anzahl der Hirsche auch Tiere und Kälber enthalten sind.

21.9.1903 in Aussetz: 22 Hirsche
22.9.1903 in Eckartsau:6 Hirsche
23.9.1903 in Eckartsau und Witzelsdorf: 18 Hirsche, 1 Rehbock
24.9.1903 in Orth: 19 Hirsche, 1 Rehbock
25.9.1903 in Konopischt: 1 Hirsch
26.9.1903 in Konopischt: 1 Feldhase, 2 Kaninchen, 1 Fasan, 162 Rebhühner
27.9.1903 in Konopischt: 3 Rehböcke
28.9.1903 in Konopischt und Chlumetz: 83 Hirsche, 3 Damböcke, 1Rehbock
29.9.1903 in Chlumetz: 16 Hirsche, 3 Damböcke

Vom 30.9. bis 3.10.1903 ist auf Einladung Kaiser Franz Josefs der russische Zar Nikolaus II Gast in Mürzsteg. Auch Franz Ferdinand ist eingeladen. Offizieller Grund des Besuches waren politische Gespräche zwischen Rußland und Österreich, mit dem Ziel, für den Frieden am Balkan zu sorgen. Ein diesbezügliches gemeinsames Protokoll wurde verabschiedet. Den Herrschaften wichtiger scheint jedoch die Jagd gewesen zu sein. Der Anteil Franz Ferdinands an der starken Strecke in diesen drei Jagdtagen war 4 Hirsche und 73 Gemsen. Erwähnenswert zu dieser Jagd ist, dass die Jagdhörner von den Wiener Philharmonikern geblasen wurden. Für den hohen Gast aus Rußland wurden keine Mühe und kein Aufwand gescheut.

Betrachten wir nun einen Zeitabschnitt aus dem Leben Franz Ferdinands, und wählen wir den Oktober 1908. Es war die Zeit der Annexion von Bosnien-Herzegowina. Was sich politisch in diesen Tagen ereignete und wie Franz Ferdinand die Tage verbrachte, zeigt die folgende Auflistung:

5.10.: Die Annexion wird vollzogen
5.10.: Jagd in Konopischt: 2 Rehböcke
6.10.: Jagd in Konopischt: 9 Feldhasen, 9 Fasane, 59 Rebhühner
7.10.: Jagd in Konopischt: 2 Feldhasen, 18 Fasane,46 Rebhühner
7.10.: Eine Prager Zeitung meldet, dass Franz Ferdinand sofort nach Bosnien reisen werde. Das Dementi folgt auf dem Fuß und wird damit begründet, „dass die Zeit des Thronfolgers ……völlig anderwärts in Anspruch genommen ist.“
8.10.: In Serbien schwere Ausschreitungen gegen Österreich
8.10.: Jagd in Konopischt: 2 Rehböcke, 2 Fasane, 2 Rebhühner, 3 Eichelheher
9.10.: Unruhen und Demonstrationen gegen Österreich in Konstantinopel
9.10.: Jagd in Konopischt: 7 Rebhühner
10.10.: In Belgrad wird offen ein Krieg gegen Österreich gefordert
10.10.: Jagd in Konopischt: 1 Rebhuhn
11.10.: Zwischen England und Russland baut sich der Dardanellenkonflikt auf. Russland fordert die freie Durchfahrt durch die Meeresenge, England will dies mit aller Macht verhindern.
12.10.: Jagd in Konopischt: 28 Fasane, 1 Rebhuhn
13.10.: Unruhen in Prag, Polzei zieht blank,
14.10.: In allen Städten Serbiens antiösterreichische Demonstrationen
14.10.: Jagd in Hellmonsödt: 9 Rehböcke, 18 Gaisen, 12 Kitze, 10 Feldhasen, 6 Birkhähne
15.10.: Unruhen in allen Städten Böhmens,
15.10.: Jagd in Hellmonsödt: 13 Rehböcke, 7 Gaisen, 6 Kitze, 4 Birkhahnen, 5 Hasen
16.10.: Schwere Unruhen in Prag, die Polzei rückt mit gefälltem Bajonett gegen die Demonstranten vor
16.10.: Jagd in Hellmonsödt: 6 Rehböcke, 20 Gaisen, 7 Kitze, 9 Hasen
Die Reaktion der europäischen Mächte auf die Annexion ist heftig. Europa steht unmittelbar vor Ausbruch eines Krieges. Der Friede hängt an einem seidenen Faden
18.10. – 23.10.: Jagden in Konopischt: 1 Rehbock, 477 Fasane, 15 Enten 2 Eichelheher
Unruhen erschüttern die Monarchie. Die slawische Frage spaltet das Land. Über Prag soll der Ausnahmezustand verhängt werden.
28.10. – 31.10.: Jagden in Lainz und in der Lobau: 69 Hirsche, 11 Kälber, 348 Hasen, 596 Fasane, 6 Waldohreulen, 10 Rebhühner
Allmählich scheint sich die Lage in der Monarchie zu beruhigen, unter der Oberfläche gärt es aber weiter, am Balkan bleiben die Spannungen. Russland bekommt keine freie Durchfahrt durch die Dardanellen.

Franz Ferdinand beherrscht aber auch die noble Kunst der Zurückhaltung. Am 5. und 6. November 1908 jagt der Deutsche Kaiser Wilhelm II auf Einladung und als Gast des Thronfolgers in Eckartsau. Doch Franz Ferdinand gibt keinen einzigen Schuß ab; alles Wild nur für Wilhelm und seine Suite. Die Strecke am 5. 11. betrug 67 Hirsche, wovon Wilhelm 34 Stück erlegte; am 6.11. waren dem Kaiser 31 Hirsche vergönnt.

Der Herbst 1909 bescherte dem Thronfolger, wie er sich ausdrückte, ein „kollosales Weidmannsheil“:

19.9. Lobau: 11 Hirsche, 1 Feldhase mit der Kugel
20.9. Lobau: 48 Hirsche, 1 Hase mit der Kugel
21.9. Blühnbach: 2 Hirsche
23.9. Blühnbach: 1 Gams
24.9. Blühnbach: 2 Hirsche
25.9. Blühnbach: 6 Gemsen
27.9. Blühnbach: 2 Hirsche
29.9. Castolowitz: 5 Hasen, 31 Kaninchen, 14 Fasane, 90 Enten, 1 Rohrdrommel
30.9. Castolowitz: 2 Hirsche, 1 Damgais, 2 Becker, 6 Bachen, 4 Überläufer, 2 Hasen,
255 Kaninchen, 44 Rebhühner, 36 Fasane
1.10. Lobau: 6 Hirsche
3.10. Blühnbach: 2 Hirsche
5.10. Golling: 1 Hirsch, 12 Gemsen
6.10. Blühnbach: 3 Hirsche
8.10. Lainz: 40 Hirsche, 2 Schauflerdamböcke, 1 Löffler, 1 Becker
u.s.w., u.s.w.

Am 12.11.1909 jagt Franz Ferdinand auf Einladung des Deutschen Kaisers in Letzlingen (Sachsen-Anhalt) in einem eingegatterten Wald auf Damwild. Die Strecke des Erzherzogs sind 87 Schaufler, 23 Löffler, 5 Spießer, 9 Geißen und 2 Kitze.

Drei besondere Tage seien noch erwähnt:

Am 17. November 1892 erlegte Franz Ferdinand auf einer Jagd in Kamenitz (heute Kamenice), einer Gegend zwischen Prag und Brünn, insgesamt 1515 Tiere, davon 752 Feldhasen, 581 Fasane und 82 Rebhühner.

Wenige Wochen vorher betrug die Strecke in Chejlava 932 Rebhühner, am 11. Juni 1908 in der Lobau 220 Kormorane, alle mit der Kugel.

Der Abschuß-Tagesrekord Franz Ferdinands war am 17. Juni 1908 in Chlumetz mit einer Strecke von 23 Gänsen, 19 Enten, 3 Tauchern und 2.717 Lachmöwen, wobei 2400 Stück innerhalb von zwei Stunden erlegt wurden. Wie viele Büchsenspanner ihm assistierten und mit welcher Schußfolge er jagte ist nicht überliefert.

Hingegen ist überliefert, dass der Erzherzog mit zunehmendem Alter an Schwerhörigkeit litt.

Der zu Zeiten Franz Ferdinands aufkommende alpine Tourismus bereitete weder ihm, noch den fürstlichen Jagdherren Freude. Großräumig wurden die Reviere mit einem Betretungsverbot belegt und deren Einhaltung durch die Leibjäger streng überwacht. Der Alpenverein wurde nicht müde, diese Wegabsperrungen öffentlich anzuprangern und forderte mit Nachdruck die Abschaffung dieser.

Dem Alpenverein wurde jedoch beschieden, dass ein Betretungsverbot ausschließlich zur Schonung und zur Hege des Wildes erfolgte.

Franz Ferdinand ging noch einen Schritt weiter. Er verbat den Sennerinnen auf seinen Almen den Touristen Milch und Käse zu verkaufen. Dadurch vermeinte er, die Wanderer von ihren Ausflügen in seine Reviere abhalten zu können. Seiner ohnehin bescheidenen Popularität und Beliebtheit in der Bevölkerung war dies sicherlich nicht förderlich.

Franz Ferdinand war ein ausgezeichneter Schütze, man könnte ihn auch als Meisterschütze bezeichnen. Er beschäftigte sich in seiner Jugend intensiv mit der Theorie der Ballistik und absolvierte ungezählte Stunden mit praktischen Übungen im Schießen.

Bei einem Ausflug in Indien wurde er vom Maharadscha von Haiderabad zu einem „Rifle match“ auf geworfene Flaschen und Tonkugeln eingeladen, wobei mit der Kugel geschossen werden sollte. Der Maharadscha war als bester Schütze in Indien bekannt und genoss ganz besonders als Kugelschütze einen außerordentlichen Ruf.

Franz Ferdinand schreibt darüber in seinem Tagebuch: „…wurden Flaschen aufgestellt und auf deren Hälse Thonkugeln von der Größe eines kleinen Apfels gelegt. Der Nisam …fehlte vier Thonkugeln…ich traf aber von vier Kugeln drei….Neben den für das Match bestimmten Flaschen und Kugeln standen deren noch 16; kühn geworden,…auf alle 16 Kugeln hintereinander zu schießen und es gelang mir 15 derselben zu treffen….Sodann schossen wir auf in die Luft geworfene Flaschen und erzielten gleiche Resultate…..Das schwierigste Experiment, nämlich das Schießen auf geworfene Rupien. Acht Schüsse waren dem Schützen erlaubt. Der Nisam traf einmal, ich aber hatte das besondere Glück, drei Rupien zu durchschießen. …..Der Nisam machte gute Miene zu dem bösen Spiele, in welchem er zum erstenmale unterlegen war. Ich gestehe, daß ich in meinem Inneren stolz war wie ein Löwe.“

Eine für Jäger sehr ausgefallene und wahrscheinlich auch einmalige Angewohnheit Franz Ferdinands sei zur Erklärung der hohen Abschußzahlen noch erwähnt. Der Erzherzog litt an Lungentuberkulose, die in den Jahren 1895 bis 1898 überwiegend durch Liegekuren in Südtirol, Ägypten und an der Riviera ausgeheilt wurde. Gezwungenermaßen musste er dabei im Liegen seine Korrespondenz erledigen. Er erlangte dabei eine große Fertigkeit, die er später auch für seine Jagden nützte. Liegend im Gras oder sitzend auf dem Ansitz arbeitete und schrieb er auch während eines Triebes. Wenn der Büchsenspanner das Herannahen eines Wildes meldete, schrieb er noch weiter. Erst wenn das Stück auf Schussdistanz gekommen war, was ihm der Büchsenspanner meldete, unterbrach er für einen Augenblick seine Arbeit, erlegte sitzend oder liegend das Tier und arbeitete gleich wieder weiter.

Franz Josef

Franz Josef wurde am 2. Dezember 1848 nach Abdankung seines Onkels Ferdinand, Kaiser von Österreich. Bereits im März 1849 erließ er ein neues Jagdgesetz. Es war ein Rahmengesetz, welches die genaue Festlegung einzelner Richtlinien den Ländern überließ – eine richtungsweisende Maßnahme, die noch heute in Österreich ihre Gültigkeit hat. Das Gesetz enthielt Regelungen über Schon-und Schusszeiten.

Bei einem Mensch, der ein hohes Alter erreicht – Franz Josef wurde 86 Jahre alt – ändert sich im Laufe des Lebens die Einstellung zur Jagd. In jungen Jahren war Franz Josef ein leidenschaftlicher Jäger. Anspruchsvolle Jagden, die einen vollen körperlichen Einsatz verlangten, kräfteraubende Aufstiege auf Bergeshöhen und Erbringung von Höchstleistungen an Kraft und Ausdauer liebte er besonders.

Franz Josef Gamsjagd

Franz Josef auf der Gamsjagd im Gelände von Mürzsteg

Sein Ehrgeiz galt aber auch der Erzielung hoher Abschusszahlen. An den damals üblichen Abschießungen an den Fütterungen nahm er gerne teil, um möglichst viele Tiere als von ihm abgeschossen zu verbuchen. In der Literatur werden ca. 50.000 Tiere genannt, die er im Laufe seines Lebens zur Strecke brachte. Ein Großteil davon wurde in den ersten Jahrzehnten seiner Regierungszeit erlegt.

Mit zunehmendem Alter wurde Franz Josef eher ein Genießer des Weidwerks. In einem Brief an seine Geliebte Katharina Schratt schreibt er am 2.Dezember 1889 (als fast 60jähriger) aus Ungarn über seine jüngsten Jagderlebnisse.

Franz Josef Brief an Katharina Schratt

„….. Freitag ist die Jagd in St. Kiraly bei günstigem Wetter sehr gut ausgefallen. Es wurden 255 Stücke geschossen und ich war so glücklich nebst mehreren Anderen auch 2 Füchse zu erlegen. ………Vorgestern wiederholten wir eine Jagd,…….. da noch sehr viele Fasanen übrig geblieben waren. Es wurden auch wirklich noch 186 Stücke erlegt.“

Wie viele Fasane er selbst erlegt hatte erwähnt er nicht; wichtiger scheint ihm, seine Beobachtung der Natur wieder zu geben:

„Es war ein schöner Wintertag mit festgefrorenem Boden und angereimten Bäumen, Sträuchern und Gras. Die Gegend sah aus wie ein Kristall Palast.

Franz Josef Brief an Katharina Schratt

Der Jagdtag brachte aber doch noch ein besonderes Weidmannsheil, das dem Kaiser berichtenswert erscheint:

„Dieses Mal war ich endlich glücklicher, denn ich erlegte einen schmutzig weiß und schwarz gefleckten Frischling (Schwein Jüngling). Nach ½ 5 Uhr, bei anbrechender Dunkelheit war ein ziemlich zahlreiches Rudel Wildschweine beim Kukurutz erschienen. Ich schoß auf einen mittelstarken Becker und als der darauf sich verzog, wälzte sich der gescheckte Frischling jämmerlich schreiend, am Boden. Ich hatte ihn früher gar nicht bemerkt und weiß nicht, wie es zuging, daß ich ihn und nicht den viel stärkeren Becker auf welchen ich zielte, getroffen habe. Vielleicht habe ich durch den Becker den Frischling geschossen, also Beide getroffen, gefunden haben wir aber gestern nichts von dem Becker, freilich war es schon finster und Heute wird, wie ich fürchte, bei der Nachsuche auch nicht viel auszurichten sein, da der frisch gefallene Schnee wohl jede Spur zugedeckt haben wird.“

Franz Josef verwendet hier den aus der heutigen Jägersprache verschwundenen Ausdruck „Becker“ für einen Keiler.

Zum besseren Jagdverständnis dieser Zeit sei noch die Jagd auf den Auerhahn erwähnt. Für diese Jagden wurden eigene Schusslisten, in feines Leder gebunden, geführt.

Schusslisten aus Auerhahn

Schusslisten aus Auerhahn

Man entnimmt dieser Liste, dass in den Revieren von Neuberg, dem Nachbarort von Mürzsteg, im Jahr 1900 insgesamt 174 Auerhähne erlegt und 16 Stück angeschossen wurden. Franz Josef selbst nahm im Jahre 1900 nicht mehr an der Hahnenjagd teil.

Wie sich die Zeiten ändern: Hundert Jahre später wird, wenn alle Randbedingungen erfüllt sind, bestenfalls ein Hahn jedes zweite Jahr zum Abschuss freigegeben.

Im höheren Alter machen dem Kaiser Schwindelanfälle ein ruhiges Zielen auf das Wild immer schwieriger. Als schließlich auch die Sehstärke nachließ (Franz Josef litt unter dem grauen Star), zog er sich immer mehr von der Jagd zurück. In Mürzsteg war er 1905 das letztemal auf einer Jagd. Im Salzkammergut war das Gelände nicht so beschwerlich wie im oberen Mürztal, die Stände konnten zu Pferd oder sogar mit dem Jagdwagen erreicht werden; Franz Josef jagte hier noch einige Jahre länger. Die Zielsicherheit, die ihn in jungen Jahren auszeichnete, ließ aber rapide nach.

Kaiser Karl

Kaiser Karl

Kaiser Karl stand zwei Jahre an der Spitze der Monarchie Österreich-Ungarn: Als 29jähriger bestieg er am 21. November 1916 (Tod von Franz Josef) den Thron und verzichtete am 11. November 1918 „auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften.“ Der Ausdruck „Abdankung“ wurde vermieden, praktisch gesehen war es jedoch eine solche.

Über die jagdlichen Erfolge und Erlebnisse Karls ist nicht viel bekannt. Er liebte das Weidwerk, jagte in allen Teilen der Monarchie und führte bis 1914 das sorglose Leben eines Erzherzogs. In diesem Jahr wurde er nach der Ermordung seines Onkels Franz Ferdinand Thronfolger. Er musste ab diesem Zeitpunkt einige repräsentative militärische Aufgaben übernehmen; von einer Teilnahme an der Führung des Staates blieb er aber auf Anordnung Franz Josefs, dem die bescheidenen geistigen und mentalen Kräfte seines Großneffen bekannt und bewusst waren, ausgeschlossen. Wie sich später herausstellte war es keine weitsichtige Entscheidung.

Die Jagd nahm im Leben Karls eine zentrale Stellung ein. Was immer in seinem Reich oder auf den Kriegsschauplätzen passierte, beeinflusste seine Jagdlust kaum. Während der 10. Isonzoschlacht, bei der Österreich 125.000 Mann verlor, jagte er in Reichenau und erlegte 5 Rehböcke und eine Gais. Der Jagderfolg den er ebenfalls in Reichenau während der 11. Isonzoschlacht (Verlust Österreichs 110.000 Mann) erzielte, war deutlich größer: 2 Rehböcke, 21 Gamsböcke und 8 Gaißen.

Die Grundeinstellung zur Jagd im Leben Kaiser Karls gibt am besten ein Ereignis wieder, das am Ende der Monarchie stattfand.

Vom 10. bis 14. Oktober 1918 lud Karl zu einer Hofjagd nach Mürzsteg. Es sollte die letzte Hofjagd sein, die in Österreich stattgefunden hat. Vier Wochen später gab es Hof und Staat nicht mehr.

Eine Hofjagd war kein abendlicher Pirschgang, sondern ein aufwändiges Ereignis, zu dessen Durchführung mehrere Teilorganisationen des kaiserlichen Hofes eingebunden waren. Die geladenen Gäste mussten mir allen Annehmlichkeiten versorgt werden. Dafür war das Hofwirtschaftsamt zuständig. Die Bediensteten der Hofwirtschaft hatten für Speis und Trank der ganzen Gesellschaft zu sorgen. Abgestimmt auf die Anzahl der Jagdgäste wurde eine Hofwirtschaftsabteilung zusammengestellt, die aus Hofköchen, Hofbäckern, Hofzuckerbäckern, Bediensteten der Hoftafelkammer und des Hofkellers bestand. Lebensmittel, die am Ort der Jagd nicht besorgt werden konnten, mussten aus Wien mitgebracht werden. Die Weine sowieso. Der Hofkeller war gefordert. Schon geöffnete Flaschen, die nicht ausgetrunken waren, konnten nicht bei der nächsten Tafel wieder auf den Tisch kommen. Nur neue und ungeöffnete Flaschen waren erlaubt. Für den Tischwein stellte das kein Problem dar. Die Regelung galt aber auch für Sherry, Madeira, Sherry Brandy und Cognac.

Das alles erforderte Personal, für das man die Anreise mit Hofjagdzug, Pferdewagen und Gepäcktransport sowie Übernachtungsmöglichkeiten organisieren musste. Das Personal hatte, um einen klaglosen Ablauf zu garantieren und die Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig erledigen zu können, schon einige Tage vorher anwesend zu sein.

Schließlich musste das Tafelgeschirr, Bestecke und Tischwäsche ebenfalls antransportiert werden. Serviert wurde vom Personal der Hofkammer.

Das Personal musste ebenfalls versorgt werden. Zum Personal der eigentlichen Jagd kam noch das persönliche Personal der einzelnen Jagdgäste (Kammerdiener, Zofen) hinzu. Auch Bedienstete müssen essen und trinken.

Den Ablauf der Jagd organisierte der für das Jagdgebiet zuständige k.k. Forstmeister. Jagdgehilfen, Treiber und sonstiges Hilfspersonal wurde an Ort und Stelle aufgenommen. Deren Entlohnung erfolgte häufig durch die Abgabe von Wildbret, einer kostbare Rarität, die sich der kleine Mann niemals hätte leisten können.

Bemerkenswert bei dieser letzten Hofjagd ist aber nicht der Aufwand, sondern der Zeitpunkt.

Was passierte in diesen Tagen in der Welt?

Die deutsche Regierung richtete am 7. Oktober eine Note an den amerikanischen Präsidenten Wilson und ersuchte ihn, die Herstellung des Friedens in die Hand zu nehmen und den sofortigen Abschluss eines Waffenstillstandes zu Lande, zu Wasser und in der Luft herbeizuführen. Wilson antwortete postwendend, dass die Deutschen alle besetzten Gebiete räumen müssten, ehe solche Verhandlungen beginnen könnten. Und die Antwort der Deutschen lautet:“…..Die deutsche Regierung erklärt sich im Einvernehmen mit der Österreichisch-ungarischen Regierung bereit, zur Herbeiführung eines Waffenstillstandes den Räumungsvorschlägen des Präsidenten zu entsprechen……“

Das Reich ist am Ende.

Ein Sargdeckel beginnt sich zu schließen.

Trotzdem wütet in Cambrai eine der furchtbarsten Schlachten des Weltkriegs.

Was passierte in diesen Tagen in Österreich?

Die Regierung bereitet das „Völkermanifest“ vor. Es ist der letzte Versuch zur Rettung des Habsburgerreiches. Der Versuch sollte kläglich scheitern. Es wurde nicht die Rettung, sondern der Untergang des Reiches eingeläutet.

Im Land wütete die Spanische Grippe, der hunderttausende ausgemergelte und halb verhungerte Menschen zum Opfer fielen. Alle Schulen waren geschlossen. Es gab kaum etwas zu essen, Schlägereien in den Warteschlangen vor den Lebensmittelgeschäften gehörten zur Tagesordnung, es fehlte an Heizmaterial, die Bahn musste wegen Kohlenmangels zahlreiche Züge aus dem Fahrplan nehmen, Medikamente für die Zivilbevölkerung waren rar.

Die Kronländer der Monarchie bereiten ihre selbständigen Staaten vor.

Die Agonie Österreich-Ungarns beginnt.

Trotzdem werden am italienischen Kriegsschauplatz die Vorbereitungen zur 3. Piaveschlacht getroffen.

Und der Kaiser jagte in Mürzsteg. Zwar wurde die Jagdlust mehrmals unterbrochen, da hohe Persönlichkeiten zu einer Audienz erschienen, doch es gab eine Entschädigung für diese Störungen: wenige Tage nach der letzten Hofjagd fuhren die Allerhöchsten Herrschaften nach Ungarn, wo man in Gödöllö herbstliche Treibjagden für sie veranstaltete.

Jeder Leser möge sich seine Gedanken darüber machen.